Erster Tag, übervolle Liste. Sie öffnet die Box, findet frische Kräuter, Zitrone, Kichererbsen, Tahin. Zwanzig Minuten später liegt ein warmer, knuspriger Salat auf dem Tisch, mit einem Hauch Chili und Honig. Sie atmet auf, greift zum Glas Wasser, lächelt: Der Abend wird überschaubar, die Woche fühlt sich machbar an. Später schreibt sie zurück, bittet um mehr von dieser sanften Energie, die Leichtigkeit verleiht, ohne zu überfordern.
Draußen prasselt es, drinnen breitet sich Rosmarin aus. Kartoffeln, Fenchel und Zitronenschale wandern aufs Blech, dazu Joghurt mit geröstetem Knoblauch. Das Warten wird Teil des Rituals: Tisch decken, Playlist starten, Licht dimmen. Als der Ofen klingelt, ist die Stimmung bereits gedreht. Das Gericht braucht keine Show, nur Wärme und Duft. Man spricht ruhiger, teilt mehr, legt das Handy weg. Ein Abend, der fast nichts wollte und viel brachte.
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